Depression ist eine seelische (psychische) Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Die Betroffenen verlieren das Interesse an ihrem Umfeld, sind oft niedergeschlagen, antriebsarm und erschöpft. Dies ist nicht nur eine kurze Episode wie bei Lustlosigkeit oder Trauer und ändert sich daher nicht von selbst, sondern bedarf einer ärztlichen Behandlung.

Die Depression entsteht in der Regel durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Genetische Faktoren
  • Psychosoziale Faktoren
  • Stress
  • Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn
  • Seelische Verletzungen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Verlusterleben

Symptome der Depression:

  • Antriebsarmut
  • Hoffnungslosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Gefühl der „inneren Leere“
  • Anhaltende Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit und daraus resultierende Mangelernährung

Zudem kann es auch zu Symptomen wie Selbstzweifel, Schuldgefühlen, Konzentrationsstörungen, starke Unruhe und Schlafstörungen kommen. Bei besonders schweren Depressionen kann es auch zu Halluzinationen, Zwangsgedanken oder Wahnvorstellungen kommen. Zudem können diese negativen Gedanken so extrem werden, dass die Betroffenen über Suizid (Selbsttötung) nachdenken. Desto Älter die Betroffenen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Suizids.

Depressionen und Demenz gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. Depressionen können in manchen Fällen der Auslöser oder die Folge eine Pflegebedürftigkeit sein.

In der Pflege belastet die depressive Verstimmung nicht nur den Pflegebedürftigen, sondern auch den pflegenden Angehörigen. Dies stellt die Angehörigen vor ein große Herausforderung. Zudem kommt es häufig dazu, dass die Betroffenen auf Grund ihrer Antriebslosigkeit pflegerische Handlungen oder die Nahrungsaufnahme ablehnen. Daher ist es um so wichtiger, dass der pflegende Angehörige viel Geduld und Verständnis mitbringt, den Betroffenen motiviert und zur aktiven Pflege anhält. Bestärken Sie den Betroffenen darin, soziale Kontakte aufzubauen, an Selbsthilfegruppen teilzunehmen und strukturieren Sie zusammen den Tagesablauf. Verhelfen Sie ihrem zu pflegenden Angehörigen zu positiven Erlebnissen wie zum Beispiel ein kleines Hochbeet im Garten (wenn dieser früher ein Hobbygärtner war) oder gehen Sie gemeinsam bei schönem Wetter spazieren.